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| Might Sink Ships Künstlerinfo |
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"Es fängt beim ich an, es endet beim wir"
Mit einer Doku über den II. Weltkrieg fing alles an. Im Mittelpunkt standen ruhiggehaltene Münder amerikanischer Bürger, die mit der Maxime "Loose Lips Might Sink Ships" ihren Matrosen an der Front gedenken und somit nichts Internes nach draußen tragen sollten. Der Spruch, die Idee, das Ausmaß möglicher Nachwirkungen hatten etwas kraftvolles, etwas anziehendes und abstoßendes zugleich. Diese Energie schrieben sich die drei Jungs aus Hohenstein-Ernstthal auf die Brust und tragen sie seit September 2003 stolz geschwellt zur Schau.
Anziehung, Erfahrungsaustausch und Kluft halten das Trio seitdem zusammen. Immerhin besteht Bandintern die stolze Alterschwelle vom Teenager zum frühen 30’er Jahrgang. Erfahrung bringen Bassist Robert und Drummer Marco bereits aus einer anderen Band mit sich und fanden in Benjamin den perfekten Zuwachs, um auch in der Sprachmelodie einen eigenen Ton anzuschlagen. Ein wenig kleinpolitisch wird die Selbstfindung des Menschen ins Zentrum gerückt und im Songwriting verarbeitet. Was dabei herauskommt, beschreibt Benjamin am besten mit dem geflügelten Wort "es fängt beim ich an, es endet beim wir".
Nach fleißigem Proben, gegenseitigem Gedankenaustausch und eingängigem Jammen war man sich einig: Das ganz eigene Ding konnte nach draußen getragen werden – ganz auf die Gefahr hin, damit Schiffe zu versenken. Doch die musikalische Ergussstütze zog aufmunternden Beifall nach sich, als man zur Hohensteiner "Lager 1"-Eröffnungsfete den Einstand gab. Es folgten das regional bekannte und viel gefeierte Openairfestival Voice of Art und schließlich ein überraschender Auftritt zum Insect Lounge VI, auf dem sich Might Sink Ships als glorreicher Ersatz für die frisch abgesagten Münchener Emil Bulls erweisen durften. Mit ihrer ungewohnten und selten gehörten Mischung aus Indie, College-Rock und Noise brachten die drei Jungs im Sommer 2004 viele Körper zum Schwitzen, überließen Adrenalinjunkies ihrem Freudentaumel und verhalfen dem übereifrigen Stagediver zum zusätzlichen Freiflug über die Publikumsmenge.
Hat man dieser Band einmal bei ihrer Arbeit zugeschaut, so kann man meinen, dass diese Jungs schon seit 10 Jahren auf der Bühne stehen. Kein Wunder, dass bei soviel Energie und Überzeugungskraft der erste eigenproduzierte Silberling schon in Arbeit ist. Anfang 2005 sollen Might Sink Ships auch im CD-Player für brennende Luft sorgen. Doch bei all dem digitalen Hörgenuss, reicht der Band das Zuhörersein nicht aus. Man will den kreativen Puls ausleben: Auf der Bühne stehen, ganz Rock’n’roll sein – das ist für die Jungs das größte und das kann ihnen keiner nehmen. Allein das Handgemachte, der ureigene Sound, zählt. Da ist es egal, ob die Mischung aus Bankkaufmann, Zivildienstler und Chillhouse-Betreiber beruflich nicht zueinander passen. Handwerklich geben sie sich gegenseitig den Ton an. Das ist gut so! Das sollte nicht ungeachtet bleiben! Das muss gehört werden!
Die Band:
Marco - Schlagzeug
Robert - Bass
Benjamin – Gitarre, Gesang
MH
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