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Du befindest dich hier: EinleitungIn dieser Lesson geht es um die Themen Pentatonik-Skalen und String-Bendings. Irgendwie sind diese beiden Themen untrennbar miteinander verbunden. Saitenziehen ist meiner Meinung nach eines der für die Gitarre typischsten Stilmittel. Deshalb denke ich, sollte sich jeder Gitarrist einige Zeit damit auseinander setzen. Es gibt eigentlich nichts schlimmeres, als bei einem Bending daneben zu liegen. Bei meiner Arbeit als Rockgitarrenlehrer sehe ich oft, daß Saitenziehen zu den übungsintensivsten Aufgaben zählt. Deswegen möchte ich in dieser virtuellen Gitarrenstunde auch ausgiebig darauf eingehen. In Verbindung damit erkläre ich auch die Grundlagen der Improvisation an Hand der Pentatonik. BendingsWie gesagt, saubere Bendings gehören zu den schwierigsten und übungsintensivsten Techniken beim Gitarre spielen. Falls du Probleme haben solltest, die richtige Tonhöhe zu finden oder dich bisher noch nicht mit Stringbendings beschäftigt hast, solltest du die folgenden beiden Übungen durcharbeiten. Die folgenden Übungen beschäftigen sich damit, die Saiten durch Ziehen einen ganzen Ton nach oben zu bringen. Neben Ganztonschritten gibt es natürlich auch noch andere Bendings, wie zum Beispiel Halbtonschritte, 1 1/2 Töne als auch Vierteltöne usw... In dieser Lesson beschäftigen wir uns zunächst mit dem Ganzton-Bending.
Im Beispiel 1 versuchen wir zunächst durch einen Slide den Zielton zu finden. Am besten du greifst das F im 6. Bund mit dem ersten Finger, das G im 8. Bund dann mit dem 3. Finger. Dann schlägst das G noch mal an und gleitest vom 8. Bund in den 10. zum A. Spiele dieses Beispiel ein paar mal, um dir die Melodie einzuprägen: Wenn das funktioniert, kommen wir nun zum eigentlichen Bending. Ich empfehle dir, den Lick (Beispiel 1 und 2) nur mit dem 1. und dem 3. Finger zu spielen. Die Saite ziehst du am besten mit dem dritten Finger und läßt den ersten und den zweiten mit auf der Saite liegen. PentatonikDie Pentatonik ist wie der Name auch sagt eine Tonleiter, die aus nur fünf Tönen besteht. Es gibt eine Dur als auch eine Mollpentatonik. Im Vergleich zur "normalen" Tonleiter entfallen bei der Pentatonik alle Halbtonschritte. Das möchte ich jetzt am Beispiel a-Moll/ a-Moll-Pentatonik deutlich machen.
A-Moll-Tonleiter
a - b - c - d - e - f - g - a
A-Moll-Pentatonik
a - - c - d - e - - g - a
Als theoretische Übung empfehle ich, den Vergleich zwischen Moll-Tonleiter und Moll-Pentatonik als auch Dur-Tonleiter und Dur-Pentatonik für alle Tonarten aufzuschreiben. Die Mollpentatonik wird oft zur Improvisation im Rock/ Hardrock/ Metalbereich angewendet.
Example 3:
Anhören: Slow / Fast (Real-Player-Format)
Übe diese Skale zunächst sehr langsam. Ich würde dir empfehlen, beim Üben der Skale auch deine Anschlaghand mit zu trainieren. Spiele die Tonleiter zuerst sehr langsam mit Abschlägen, dann mit Wechselschlägen und zuletzt mit Legato-Technik (aufwärts mit Hammer-Ons und abwärts mit Pull-Offs). Steigere dann das Tempo Stück für Stück. Ein Metronom kann beim Üben auch nicht schaden! Versuche dann Achtelnoten als auch Sechszehntelnoten zum Klick zu spielen. Beispiel-LickIm Beispiel 4 zeige ich noch einen Lick, bei dem ich Stringbendings innerhalb der A-Moll-Pentatonik verwende. Übe den Lick auch zuerst langsam, steigere dann das Tempo und versuche auch eigene Variationen zu finden.
Example 4:
Lick anhören (Real-Player-Format) ImprovistationWenn du dich ausgiebig mit den obigen Beispielen beschäftigt hast, solltest du das Gelernte versuchen praktisch bei einer Improvisation über einer Akkordfolge einzusetzen. Spiele dir am besten folgende Akkorde auf ein Band:
|:| Am | Dm | G | C add9 |:|
Versuche jetzt in der A-Moll-Pentatonik über diese Akkorde zu improvisieren. Have fun!
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